SBB
30.06.2023, 09:40 Uhr
SBB-Lokpersonal erhält neue Anzeige
Eine neue Anzeige im Führerstand zeigt die Pünktlichkeit des Zuges an und kann zudem
helfen, Energie zu sparen.
Die Pünktlichkeitsanzeige ist in den elektronischen Assistenten für das
Lokpersonal integriert worden
(Quelle: Schweizerische Bundesbahnen SBB)
Die Zugdichte auf dem Schweizer Schienennetz hat zugenommen und wird weiterhin
zunehmen. Umso wichtiger wird die Pünktlichkeit im Bahnbetrieb. Nach eigenen Angaben erreichen heute 93
von 100 SBB-Zügen ihr Ziel pünktlich – was einer Verspätung von maximal drei Minuten entspricht.
Um den Fahrplan auch künftig so gut wie möglich einzuhalten, haben die
Lokführerinnen und Lokführer der SBB jetzt eine neue
Anzeige im Führerstand erhalten, die die Pünktlichkeit ihres Zuges anzeigt. Das Lokpersonal sieht nun
auf einen Blick die Abweichung ihres Zuges gegenüber dem Fahrplan sekundengenau. «Der Lösungsansatz der
neuen Anzeige basiert auf einer optimalen Verbindung von Mensch und Technik», schreiben die SBB im Blog.
Das System berechnet ein optimales Fahrprofil für den Zug. Das Personal kann vor
der Abfahrt die optimale Fahrstrategie wählen, um sich im Bahnverkehr konfliktfrei einzufügen. Die
Pünktlichkeitsanzeige liefert während der Fahrt bei jedem Hauptsignal sekundengenaue Angaben. Wenn
beispielsweise Regen auf den Schienen für eine langsamere Beschleunigung sorgt, ist eine rasche
Korrektur möglich.
Das neue System soll aber auch Energie sparen. Je pünktlicher die Züge fahren,
desto weniger Energie brauchen sie. Am energieintensivsten sei das Beschleunigen eines Zuges. Je mehr
unnötiges Bremsen vermieden werden kann, desto weniger Energie verbraucht der Zug.
Die neue Pünktlichkeitsanzeige wurde bereits im April 2023 eingeführt. Für
umfassende Auswertungen sei es noch zu früh. «Die ersten Messungen zeigen allerdings einen klaren Trend
zu weiteren Verbesserungen der Pünktlichkeit», heisst es im Blog weiter. Die Entwicklung der Anzeige
kostete rund 400'000 Franken. Die SBB erwarten, dass diese Kosten in circa einem halben Jahr durch die
Energieeinsparungen wettgemacht sind.
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