Darknet
08.06.2023, 11:16 Uhr
Auch Bundesverwaltung von Hackerangriff auf die Firma Xplain betroffen
Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) hat bestätigt, dass im Darknet auch
operative Daten der Bundesverwaltung zu finden sein könnten. Dies nach einem erfolgreichen
Ransomware-Angriff auf die Firma Xplain, einer Schweizer Anbieterin von Behörden-Software.
Gemäss dem nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) laufen die vertieften
Analysen derzeit noch. Unser Schwesterportal Computerworld hatte über Vorfall bereits berichtet: Daten
des Fedpol und des Zolls im Darknet veröffentlicht.
Die Firma Xplain, eine Schweizer Anbieterin von Behörden-Software, ist Opfer eines
Ransomware-Angriffs geworden. Nachdem die entwendeten Daten verschlüsselt worden waren und die Firma
erpresst worden war, stellten die Angreifer einen Teil der entwendeten Daten ins Darknet.
Die Firma Xplain hat das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) über den
Cybervorfall informiert und bei der Kantonspolizei Bern Strafanzeige erstattet.
Zu den Kunden von Xplain gehören auch verschiedene Verwaltungseinheiten der
Bundesverwaltung. Zurzeit ist in Abklärung, welche Stellen und Daten konkret betroffen sind. Entgegen
erster Erkenntnisse muss nach aktuellen vertieften Abklärungen davon ausgegangen werden, dass auch
operative Daten betroffen sein könnten. Nach aktuellem Erkenntnisstand geht die Bundesverwaltung nicht
von einem Direktzugriff der Xplain-Systeme auf die Systeme des Bundes aus.
Das NCSC koordiniert die weiteren Abklärungen und Massnahmen innerhalb der
Bundesverwaltung. Es steht in ständigem Austausch mit der Firma Xplain sowie den
Strafverfolgungsbehörden und den betroffenen Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung und wird die
Öffentlichkeit zu gegebener Zeit über weitere Erkenntnisse informieren.
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